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The Great Disco Ball: Der Alex in Berlin
Juni 18, 2008, 3:58 pm
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Zur Abwechslung mal wieder was auf die Augen: Ein paar Bilder vom Alex, dem Berliner Funkturm… dessen Erscheinungsbild ein paar amerikanische Touristen mal wie folgt kommentiert haben: „Oh my god…. have you seen that great disco ball over there !!“

Zum Einsatz ist dabei übrigens ein altes Canon FD 55 mm Objektiv 1:1.2 gekommen, das ich vor einiger Zeit mal für die Benutzung an DSLR-Kameras mit einem neuen Bajonett umgebaut habe….

Berlin April 2008 Berlin April 2008

Berlin April 2008 Berlin April 2008

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Sammlerfreuden…. oder auch: Öfter mal Weihnachten :)
Juni 13, 2008, 5:57 pm
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Dieses herrliche Gefühl, fast wie Weihnachten, wenn man sich was Neues für seine Sammlung gekauft hat, ist doch bei jedem Liebhaber alter Kameras oder auch bei Sammlern auf anderen Gebieten sicherlich immer irgendwie dasselbe, oder?

Heute war mal wieder Weihnachten. Ein typischer solcher Weihnachtstag *g* fängt damit an, daß man so kurz nach 11 eine sms bekommt von der Paketstation. Dann plant man das für den Tag verbleibende Arbeitspensum nach Möglichkeit irgendwie so um, daß spätestens um 2 Uhr Feierabend ist oder eine verlängerte Mittagspause, verabredet sich mit nem anderen Fotografen zum Mittagessen und stattet auf dem Weg dorthin der besagten Paketstation einen kurzen Besuch ab. Karte eingesteckt, PIN-Nummer eingegeben, schon *pling* öffnet sich das Türchen und offenbart – in diesem Fall ein geradezu riesenhaftes Paket, in dem sich doch nur eine ganz kleine Kamera befindet. Und diese haben wir dann im schummerig-heimeligen Café Storch bei passender alter Jazzmusik aus etlichen Lagen Zeitungspapier, Luftpolsterfolie und Ölpapier befreit.

Die Contax.

 🙂

Contax II mit Tessar-Objektiv

Bei ebay (mit sehr nettem und ausführlichen e-Mail Kontakt) ersteigert, aus erster Hand und leider defekt – das war mir natürlich vorher schon bekannt. So kann ich am Wochenende noch nicht die ersten Bilder machen – obwohl’s mich ja jetzt wirklich sehr jucken würde. Aber ein Besuch beim nächsten Contax-Heiler (sooo viele gibt es ja nicht davon) ist ja schon fest eingeplant.

So steht meine erste Contax nun vor mir und ich bin schwer angetan von Design und Qualitätsanmutung. Genau 70 Jahre halt die alte Dame nun wohl auf dem Buckel, gefertigt wurde sie mit F-Seriennummer vermutlich im Jahre 1938. Die ersten Contax II der A-Serie kamen 1936, gebaut wurde bei Zeiss Ikon in Dresden bis zur O-Serie in den Jahren 1942-43, die wohl nur noch für Kriegszwecke genutzt wurden. Damals war es die wohl modernste und beste Kleinbild-Kamera der Welt mit etlichen neuartigen Details, die noch über Jahrzehnte hinweg auf das Design und die Technik in vielen anderen Kameras Einfluß gehabt haben dürften.

Contax II

Diese Contax II mit dem voll versenkbaren 50 mm f/2.8 Tessar-Objektiv wurde laut vorherigem Besitzer von einem einzigen Fotografen gut 50 Jahre durchgehend benutzt, bevor sie die folgenden 20 Jahre in der Familie dieses Fotografen in Vergessenheit geriet. Von der langen, liebevollen Nutzungszeit erzählt nicht nur der sehr gute Allgemeinzustand, sondern auch „unoriginale“ Details wie der irgendwann in grauer Vorzeit einmal nachgerüstete Blitzanschluß und die Spuren vom Blitz oben am Zubehörschuh.

Ich bin gespannt, was sich drinnen verbirgt und wie hoch letztlich der Reparaturaufwand sein wird, um diese Kamera pünktlich zu ihrem 70. Geburtstag wieder ihrer eigentlichen Bestimmung zuzuführen. Auch dies ist also eine Geschichte, wo Ihr eine Fortsetzung erwarten dürft.

…. Thomas



Nikon F – The Legend Lives On ! :)
Juni 10, 2008, 7:50 pm
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Fotografen finden Fotoapparate für gewöhnlich cool. Man beteuert natürlich nach außen hin immer, daß einen „die Technik“ ja gar nicht sooo sehr interessiere und daß das wichtigste Element für gute Bilder grundsätzlich hinter der Kamera zu finden sei – bei dieser Feststellung nickt ein jeder Fotograf natürlich gewichtig mit dem Kopf.

Mangelnder Sinn für die eigene Kreativität und dafür zuviel nerdiger gearhead, wer will sich da schon outen? Und es stimmt ja auch in gewisser Weise: Die besten Bilder machen die besten Fotografen dieser Welt immer dann, wenn das viele Glas, Metall und heute leider ja auch Plastik zwischen dem Auge des Fotografen und dem Bildinhalt quasi zu einem Nichts werden und wenn sie dann einfach nur den einen, wahren, einzigartigen, hervorragenden Moment einfangen. Ein furchtbar kreatives, ernsthaftes Geschäft. Da bleibt für Spaß an der Technik natürlich kaum Platz, oder?

Nikon F

Legenden stehen über diesen Dingen. Legenden erschließen sich auch Menschen, die eigentlich mit diesem oder jenen Spezialgebiet gar nichts am Hut haben. Und eine solche Legende ist auch die Nikon F. Eine Legende, die im nächsten Jahr ihren 50. Geburtstag feiert und die nichts, aber auch gar nichts, von ihrer Stärke und Faszination eingebüßt hat.

Nikon F

Wann auch immer Rekorde gebrochen werden, ist eine Nikon F dabei – mit dieser zutreffenden Schlagzeile bewarb Nikon in den 60er Jahren in den USA die F – den Startpunkt eines der vielleicht zwei bis heute erfolgreichsten und größten Kamerasysteme der Welt. Schon in den 50er Jahren hatte sich Nikon die Aufmerksamkeit der amerikanischen Fotojournalisten mit ihren innovativen und qualitativ hervorragenden Meßsucher-Systemkameras gesichert – weitab von Europa, wo sich Leica und auch Zeiss Ikon noch in trügerischer Sicherheit wogen.

Aber die Zukunft, das hatte Nikon relativ früh erkannt, gehörte den Spiegelreflexkameras. Da gab es schon eine Menge noch relativ ursprüngliche, aber dennoch hervorragende Konstruktionen, angefangen mit der Rectaflex und der Kine Exacta, die beide natürlich bei lichtschacht.wordpress.com einmal eine eigene Widmung wert sein werden…. Vielleicht hatte es Nikon dadurch recht einfach, bei der ersten eigenen Spiegelreflexkamera alles richtig zu machen?

Nikon F

Vielleicht aber gehörte eben doch eine gewisse Genialität dazu, die Zeichen der Zeit richtig zu deuten: In der Nikon F wurden sämtliche irgendwie sinnvoll erscheinenden Innovationen, die es bis dato schon gab, eingebaut: Automaticspiegel, automatische Springblende, einfache Bedienung, einigermaßen kompakte Abmessungen, ein unglaublich zuverlässiger Titanfolien-Verschluß, optimale Vorbereitung für vollintegrierte spätere Belichtungsmessung, klares modernes Design.

Genau an dieser Stelle kommt nun das Augenmaß der Nikon-Konstrukteure zum Tragen: Denn alles, was nicht sinnvoll erschein, sparten die Konstrukteure gekonnt aus! Es ist diese Mischung aus Fortschritt, high tech, Praktikabilität, Zuverlässigkeit, Leichtigkeit…. die die F ausmacht und die sie zum Beispiel von der zeitgleich in Deutschland vorgestellten Zeiss Ikon Contarex unterscheidet. In jedem Detail stimmig, zukunftsweisend, fast uneingeschränkt ausbaufähig: Ein echtes Lehrstück der Kameratechnik. Das, was damals möglich war, wurde hier nahezu perfekt umgesetzt. Der Erfolg dieses Meisterwerks gab Nikon recht, und der Rest …. ist Geschichte!

Und diese Geschichte der Nikon F ist schon so oft erzählt worden: Also lest sie bei cameraquest.com oder bei mir.com.my oder wo auch immer nach, wenn Ihr mögt. Für meinen Teil war die Nikon F seit dem 16. Lebensjahr ein treuer Begleiter in durchaus einigen Gegenden dieser Welt. Dann kam „digital“ und ich dachte – wie so viele Leute – man könne das Alte wieder weggeben; außerdem soll man sich ja auch von liebgewonnenen Dingen manchmal trennen, das schafft Freiheiten (behaupten einige). Ich behaupte das übrigens auch mit den Freiheiten durch Trennung von materiellen Dingen, jaaa…. zumindest solang wie es ebay gibt *g* – denn dadurch hatte ich die Freiheit, mir nach zwei Jahren der Abstinenz eben doch wieder eine Nikon F zu holen, haha!

Nikon F

Diesmal habe ich ein 1963er Baujahr erwischt, zusätzlich ausgerüstet mit dem etwa 1965 erschienenen Photomic T Wechselsucher mit eingebauter Belichtungsmessung. Naja, die Belichtungsmessung ist im Moment, nach über 40 Jahren und ungewisser Vorgeschichte, so eine Sache, die demnächst ein Feinmechaniker hoffentlich wieder in Gang bekommt. Aber alles andere funktioniert, um es mal salopp zu sagen, nach wie vor mindestens genauso gut und präzise wie bei einer heutigen modernen Kamera, wenn man sie direkt aus dem Laden mit nach Hause nimmt. Und in der Hand des Fotografen fühlt sich die F eben immer noch durchaus modern an …. schlicht und einfach, up to date …. Legenden schaffen Standards, die kaum einmal wirklich veralten! Que bella machina!

Das glaubt Ihr mir alles nicht so recht? Euer gutes Recht – aber ich werde versuchen, Euch zu überzeugen, irgendwann in der kommenden Zeit, an dieser Stelle – so watch out!

…. Thomas



Hallo Welt :)
Juni 9, 2008, 9:37 pm
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Hallo und herzlich willkommen auf meinem neuen Blog! Hier soll es in erster Linie um Fotografie gehen sowie auch um Kameras aller Arten und die dahintersteckende Technik. Aber bevor wir uns hier in hitzigen Technik-Diskussionen verlieren, gibt’s für den Einstieg erstmal was auf die Augen in Form von einigen aktuellen Schnappschüssen aus Mutter Natur, die ich so in den letzten Wochen erstellt habe….. wie man daran unschwer erkennen kann, gehört Makro zu einem meiner Schwerpunktgebiete, es ist aber absolut nicht das einzige! Aber mehr dazu demnächst….. an dieser Stelle, bei lichtschacht.wordpress.com ….

Down Under

Grün. Alles grün.

Licht und Schatten.

…. Thomas